, Regine Ortmann

Familienbande zwischen Peru und dem Frankenland

21.-23. März 2025, Besuch von Gerard in Würzburg

Meine Schwester Anne Scheurlen und ich haben Gerard am 21. März 2025 am Würzburger Hauptbahnhof abgeholt.

Nach einer kleinen Stärkung  machten wir eine Autotour durch Unterfranken, um Gerard die Besonderheiten des unterfränkischen Häuserbaus und der unterfränkischen Landschaft zu zeigen.

 Unsere erste Station war Kloster Bronnbach, das wir mit seiner wunderschönen Kirche und den Klosteranlagen besichtigt haben. Anschließend ging es weiter zur Burg Wertheim, dessen Ruinen wir erklommen haben und von oben einen herrlichen Blick ins unterfränkische Land genießen durften.

In der Stadt Wertheim haben wir Rast gemacht und die mittelalterliche Bauweise auf uns wirken lassen. Durch Zufall gerieten wir in das Glasmuseum von Wertheim, in dem Gerard voller Begeisterung Souvenirs für seine Familie gekauft hat.

Nachdem Gerard bei Henrike und Michael  bereits rheinische Weinspezialitäten kennengelernt hatte, haben wir seine „Wein“ Erfahrungen am Abend  im Würzburger Bürgerspital, dann in einer typischen ganz kleinen Weinkneipe in Würzburg und zum Schluss bei Anne zu Hause ergänzt.

 

Der Abend klang aus mit einem kleinen Vortrag von Gerard über seine Familie und sein Land. Wir haben viel über ein Leben auf einem anderen Kontinent gelernt! Den Vortrag könnt Ihr übrigens im Anhang auf der Homepage nachlesen.

 

Am nächsten Tag sind wir nach einem gemeinsamen Frühstück aufgebrochen, in Würzburg die Residenz zu besichtigen. Gerard hatte sich bestens über deutsche Geschichte informiert und konnte daher Annes perfekter Führung durch die historisch einzigartigen Räumlichkeiten gut folgen.

Die Hofkirche in der Residenz hat Gerard am tiefsten beeindruckt, zumal sie sich von den Kirchen, die er aus Lima kennt, deutlich unterscheidet.

Als nächstes stand die Besichtigung des Würzburger Kiliansdoms auf dem Programm.  Dass wir ausnahmsweise die Schönbornkapelle besichtigen konnten, war ein Geschenk.

Nach diesen Eindrücken haben wir uns verdientermaßen  mit einen kleinen Snack in der schönen Altstadt von  Würzburg belohnt.

Nach letzten Einkäufen für Gerards Familie sind wir nach Höchberg zurückgekehrt und haben gemütlich zu Abend gegessen.

Leider war unsere Zeit mit Gerard schnell vorbei, denn wir mussten ihn bereits um 22.29 Uhr zum Zug nach München bringen. Wir waren pünktlich- der Zug ließ sich Zeit. Das kennt man leider inzwischen ja.

Wir haben Gerard als einen außerordentlich aufgeschlossenen jungen Mann erlebt, der genau weiß, was er will und seine Pläne konsequent umsetzt. Er spricht gut Deutsch und will seine Deutsch Sprachkenntnisse in Lima weiter bis zum C1 Level verbessern, um im nächsten Jahr in Deutschland weiter Elektrotechnik  studieren zu können.

Die Zeit mit ihm war bereichernd und es ist doch wunderbar, dass der Familienverbund, zu dem wir gehören, solche Begegnungen möglich macht.